Im März hat checkit! in einer als Heroin abgegebenen Probe eine gesundheitlich besonders bedenkliche Zusammensetzung identifiziert. Neben den erwarteten Inhaltsstoffen enthielt die Probe Koffein und das hochpotente synthetische Opioid Fentanyl.

Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, und etwa einhundertfach potenter als Morphin. Fentanyl wurde bereits mit zahlreichen lebensgefährlichen Überdosierungen in Verbindung gebracht, welche auch zu Todesfällen – in Folge einer Atemdepression – geführt haben. Von Mischkonsum mit anderen zentral dämpfenden Substanzen ist dringend abzuraten.  Darüber hinaus sind bedenkliche Wechselwirkungen mit einer Reihe von Medikamenten bekannt.

Europaweit nehmen Meldungen über synthetische Opioide zu. Im Laufe des letzten Jahres wurden von checkit! vereinzelt in verschiedenen Proben synthetische Opioide nachgewiesen. Unter anderem enthielt eine als synthetisches Halluzinogen deklarierte Probe, die im Darknet erworben wurde, als Beimengung das synthetische Opioid Methoxyacetylfentanyl.

Unter dem Begriff „synthetische Opioide“ werden Substanzen zusammengefasst, die synthetisch hergestellt werden, und eine ähnliche Wirkung wie natürliche Opiate (z.B. Morphin) oder Heroin haben. Die Potenz (Wirkstärke) dieser Stoffe ist soweit bekannt häufig um ein vielfaches höher als die von Morphin, was die Dosierung ohne Laborwaage schwierig bis unmöglich macht (z.B. wirkt Carfentanyl schon im unteren Mikrogrammbereich). Schon eine unbedachte Handhabung einiger Substanzen kann lebensgefährlich sein.