5-MeO-DMT

5-MeO-DMT ist ein sehr starkes, kurz und schnell wirksames Psychedelikum  , das in der Regel geraucht wird. Psychedelika können die Wahrnehmung der Realität stark verändern (z.b. visuelle Wahrnehmungsveränderungen) . Aufgrund der starken Intensität der Wirkung kann es bei hohen Dosierungen zu Panik, Angst und Orientierungslosigkeit kommen, die Erfahrung kann sehr überfordernd wirken. Oft kommt es zu Problemen, das Erlebte in den Alltag zu integrieren.

INFOS ZUR RISIKOREDUZIERUNG

5-MeO-DMT ist ein sehr starkes, kurz und schnell wirksames Halluzinogen. Es wirkt halluzinogen und entaktogen. Die Intensität der Wirkung ist dosisabhängig.

Geraucht tritt die Wirkung nach etwa 10-30 Sekunden ein und hält bis zu 20 Minuten an. Nachwirkungen sind in der Regel ca. eine Stunde spürbar. Nasal konsumiert erfolgt der Wirkungseintritt erst nach ca. 5 Minuten wobei die Wirkung auch länger (30-40 Minuten) anhält.
In den folgenden 1 bis 2 Stunden kann es sich noch weiterhin wie ein Rauschzustand anfühlen.

Im Gegensatz zu N,N-DMT kommt es kaum zu optischen (Pseudo-)Halluzinationen, wie sie für beispielsweise N,N- DMT typisch sind. Stattdessen steht die Wahrnehmung der eigenen Person und der Beziehung zur Welt im Vordergrund. Ein Gefühl der Leere wird häufig beschrieben, Konsument*innen sprechen von einem eher „dunklen“ Rausch.

Durch die besondere Intensität der Wirkung kann es bei hohen Dosierungen zu Panik, Angst und Orientierungslosigkeit kommen. Während der Wirkung kommt es häufig zu kurzer Bewusstlosigkeit. Das Reaktionsvermögen kann stark verringert sein. Es ist daher besonders wichtig nur in Gesellschaft vertrauter Personen, die im Bedarfsfall eingreifen oder Hilfe holen können, zu konsumieren!

Bei nasalem Konsum sind Übelkeit und Erbrechen möglich. Es können Muskelzuckungen auftreten, die Stimme und deren Tonlage können verändert sein. Meist ist es besonders schwierig, sich bewusst zu artikulieren. Oft fehlt die Erinnerung an Gesprochenes.
Speziell beim Konsum von 5-MeO-DMT-haltigem Krötensekret kann es wegen der enthaltenen Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin) und dem Bufotenin zu Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder krampfartigen Anfällen kommen.

Bei einer hohen Dosierung können die Nachwirkungen mehrere Tage noch spürbar sein. Nachwirkungen können u. a. Schlafprobleme, Angstgefühle, Probleme, tägliche Aufgaben zu erledigen und Sorge darüber, was im Rausch erlebt wurde, sein. Oft kommt es zu Problemen, das Erlebte in den Alltag zu integrieren.

5-MeO-DMT wird wie N,N-DMT meist geraucht, kann aber auch nasal oder intravenös konsumiert werden.

Dosierung: 2-15 mg geraucht; 5-20 mg nasal eingenommen

Zu intravenösem Konsum sind keine Dosisangaben verfügbar. Man kann aber davon ausgehen, dass die benötigte Dosis wesentlich geringer ist als bei anderen Konsumformen.

Derzeit liegen noch keine Angaben über die genaue Wirkungsweise von 5-MeO-DMT vor. Man kann aber davon ausgehen, dass der Mechanismus ein ähnlicher wie der von N,N- DMT ist. Es werden also verschiedene Typen der Serotoninrezeptoren im Gehirn stimuliert. (s. N,N- DMT)

User*innen raten oft dazu, es liegend oder sitzend zu konsumieren. Daher ist anzunehmen, dass die Basalganglien (für Grobmotorik und Körperhaltung zuständig) beeinflusst werden. Während der Dauer der Wirkung kann es zu einem Anstieg des Blutdrucks und der Pulsfrequenz kommen.

Die Wahrscheinlichkeit eine körperliche oder psychische Abhängigkeit von 5-MeO-DMT zu entwickeln ist sehr gering. Mögliche Langzeitfolgen sind mit denen von anderen  Halluzinogene vergleichbar. Der Konsum von 5-Me-O-DMT kann psychische Erkrankungen wie Angsterkrankungen, Schizophrenie und Depressionen auslösen, insbesondere bei häufigem Konsum und bei dafür leicht anfälligen Personen. Im Voraus kann nur schwer festgestellt werden, wer dazu neigt.

  • Wenn du Angst vor dem Konsum hast oder unsicher bist – es beeinflusst die Wirkung
  • Wenn es dir wegen Problemen schlecht geht. Halluzinogene können diese Stimmung verstärken.
  • Psychischen Erkrankungen
  • Schwangerschaft
  • Bluthochdruck
  • Herz- und Kreislaufproblemen
  • Gleichzeitigem Konsum von MAO-Hemmern

Wenn du trotz gesundheitlicher und strafrechtlicher Risiken psychoaktive Substanzen konsumierst, solltest du dich mit ihren Wirkungen und Gefahren gut auskennen und – neben den allgemeinen Hinweisen solltest du über die folgenden Punkte Bescheid wissen:

5-MeO-DMT sollte immer sitzend oder liegend konsumiert werden Es kann zu Bewegungsstörungen wie Grimassen oder Zuckungen kommen. Während der Wirkdauer kann es schwierig sein, aufrecht zu stehen. Es besteht die Gefahr, dass du umfällst oder Gegenstände umwirfst.

Berichte von Konsument*innen lassen darauf schließen, dass 5-MeO-DMT keine „Partydroge“ ist. Es ist hier also besonders wichtig, dass du darauf achtest, in angenehmer, ruhiger Umgebung, in der du dich sicher und wohl fühlst zu konsumieren.

Da 5-MeO-DMT bereits in sehr geringer Menge wirksam ist, braucht es nur wenig Substanz, um die erwünschte Wirkung zu erreichen. Die richtige Dosis ist schwer einzuschätzen. Beim Rauchen ist es etwas besser steuerbar, da man bereits nach einmaligem Inhalieren merkt, ob man genug hat. Dosiere speziell beim intravenösen oder intramuskulären Konsum vorsichtig!

Viele psychoaktive Substanzen können auf unterschiedliche Art und Weise eingenommen werden. Informiere dich daher über die am wenigsten gesundheitsschädliche Art des Konsums. Im Fall von 5-MeO-DMT ist Rauchen die risikoärmste Form. Der scharfe Rauch kann allerdings Atemwege und Lunge beeinträchtigen

5-MeO-DMT gehört zur Gruppe der Tryptamine und ist eine kristalline, weiße Substanz. Tryptamin wird im menschlichen Körper aus der Aminosäure Tryptophan gebildet. Tryptamin selbst ist kein Halluzinogen. Einige Substanzen hingegen, die auf der Basis des Tryptamins aufbauen, wirken kurz aber sehr stark halluzinogen. 5-MeO-DMT kommt unter anderem als natürlicher Stoff in einigen Pflanzen vor (z.B. Harz des Cumalabaum oder Samen der Juckbohne) vor, sowie im Sekret von einigen Krötenarten (z.B. Colorado River Kröte, Aga-Kröte).

5-MeO-DMT ist im Neue psychoaktive Substanzen Gesetz (=NPSG) erfasst. Das bedeutet, dass der gewinnbringende Handel (also der Verkauf davon) strafbar ist. Handelt es sich um Besitz für den Eigenkonsum, sind keine weiteren Strafmaßnahmen vorgesehen.

Stand: Juli 2022