Forschung & Veröffentlichungen

Als wissenschaftliches Kooperationsprojekt ist checkit! nicht nur eine Info-und Beratungsstelle, sondern auch in der Forschung aktiv. Der Einblick in die derzeitige Marktsituation, der durch die Analyse von abgegebenen Proben ermöglicht wird, ist einzigartig und bereitet dir Grundlage für eine harm reduction Interventionen, die schnell auf neueste Entwicklungen und Trends reagieren kann. Auch der direkte Kontakt zu KlientInnen und die Erhebung und Auswertung von anonymisierten Daten (z.B. Fragebögen) ermöglicht das frühzeitige Erkennen von neuen Konsumtrends oder Marktveränderungen.

Aktuelle Schwerpunkte in der Forschung sind:

  • Ecstasy: Entwicklung der Zusammensetzung von Ecstasy-Tabletten über die vergangenen 20 Jahre.
  • Neue und neuerdings konsumierte psychoaktive Substanzen
  • Evaluation der neuen Angebote: Stationäres Drug Checking und Drug Checking via Apotheken.
  • Ketamin: Enantiomerentrennung von Ketamin (Racemat, S-Ketamin, R-Ketamin)

Weitere laufende und abgeschlossene Projekte werden weiter unten auf dieser Seite unter „Projekte“ vorgestellt.

Im Folgenden sind die Veröffentlichungen von checkit! oder solche, an denen checkit!-MitarbeiterInnen mitgewirkt haben, gelistet.

 

Veröffentlichungen

Drug Checking Jahresbericht:

 

 

 

Drug Checking Jahresbericht 2020

 

 

 

 

 

 

 

Drug Checking Jahrebericht 2019

 

 

 

 

Buchkapitel:

Luf, A., Karden, A., Schubert-Kociper, K. & Schmid, R. (2019). Integriertes Drug-Checking – Methodische Aspekte und Umsetzung von analysegestützten Interventionen. In K. Tögel-Lins, B. Werse & H. Stöver (Hrsg.), Checking Drug Checking. Frankfurt am Main: Fachholschulverlag Frankfurt a.M. Der Verlag für angewandte Wissenschaft

Grabenhofer, S., Kociper, K., Nagy, C., Luf, A., & Schmid, R. (2018). Drug Checking und Aufklärung vor Ort in der niedrigschwelligen Präventionsarbeit. In Handbuch Psychoaktive Substanzen (pp. 327-338). Springer, Berlin, Heidelberg.

Kudlacek, O. & Hofmaier, T. & Luf, A. & Stockner, T. & Nagy, C. & Holy, M. & Freissmuth, M. & Schmid, R. & Sitte, H. (2017). Cocaine Adulterants and Effects on Monoamine Transporters. In V. Preedy (Ed), The Neuroscience of Cocaine  (pp.59-68). Academic Press. 10.1016/B978-0-12-803750-8.00007-5.

Peer-reviewed Paper:

Strizek, J., Karden, A., & Matias, J. (2021). Relevance of cryptomarkets, characteristics of purchasers and possibilities for survey research: experience from the European Web Survey on Drugs. Drugs and Alcohol Today.

Wadowski, P. P., Giurgea, G. A., Schlager, O., Luf, A., Gremmel, T., Hobl, E. L., … & Koppensteiner, R. (2019). Acute Limb Ischemia after Intake of the Phenylethylamine Derivate NBOMe. International Journal of Environmental Research and Public Health, 16(24), 5071.

Brunt, T. M., Nagy, C., Bücheli, A., Martins, D., Ugarte, M., Beduwe, C., & Ventura Vilamala, M. (2017). Drug testing in Europe: monitoring results of the Trans European Drug Information (TEDI) project. Drug testing and analysis, 9(2), 188-198.

Kudlacek, O., Hofmaier, T., Luf, A., Mayer, F. P., Stockner, T., Nagy, C., Holy, M., Freissmutz, M., Schmid, R. & Sitte, H. H. (2017). Cocaine adulteration. Journal of chemical neuroanatomy, 83, 75-81.

Mayer, F. P., Luf, A., Nagy, C., Holy, M., Schmid, R., Freissmuth, M., & Sitte, H. H. (2016). Application of a combined approach to identify new psychoactive street drugs and decipher their mechanisms at monoamine transporters. In Neuropharmacology of New Psychoactive Substances (NPS) (pp. 333-350). Springer, Cham.

Ostermann, K. M., Luf, A., Lutsch, N. M., Dieplinger, R., Mechtler, T. P., Metz, T. F., Schmid, R. & Kasper, D. C. (2014). MALDI Orbitrap mass spectrometry for fast and simplified analysis of novel street and designer drugs. Clinica Chimica Acta, 433, 254-258.

Hofmaier, T., Luf, A., Seddik, A., Stockner, T., Holy, M., Freissmuth, M., Ecker, G. F., Schmid, R., Sitte, H. & Kudlacek, O. (2014). Aminorex, a metabolite of the cocaine adulterant levamisole, exerts amphetamine like actions at monoamine transporters. Neurochemistry international, 73, 32-41.

Rosenauer, R., Luf, A., Holy, M., Freissmuth, M., Schmid, R., & Sitte, H. H. (2013). A combined approach using transporter-flux assays and mass spectrometry to examine psychostimulant street drugs of unknown content. ACS chemical neuroscience, 4(1), 182-190. 

Weitere Veröffentlichungen:

Eggerth, A., Keller-Ressel, M., Lachout, S., & Schmid, R. (2005). Konsumtypen bei Freizeitdrogenkonsumenten in Österreich. Sucht, 51(2), 88-96.

Kriener, H., Billeth, R., Gollner, C., Lachout, S., Neubauer, P., & Schmid, R. (2001). An inventory of on-site pill-testing interventions in the EU. Vienna: European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction.

 

Projekte (laufende)

EU-Projekt: SCANNERUntersuchung der Entwicklung und Folgen des Konsums neuer psychoaktiver Substanzen angesichts eines sich ständig verändernden (Online-) Drogenmarktes.

Im letzten Jahrzehnt wurden in Europa zunehmend mehr neue psychoaktive Substanzen (NPS) identifiziert, zu welche oft nur wenige Informationen über Konsum, Konsummuster und -profile existieren. Darüber hinaus gestaltet sich die Laboranalyse oft schwierig, da zum Beispiel Referenzmaterial oder chemische Spektren nicht verfügbar sind.

Im Rahmen dieses Projekts soll wird unter anderem untersucht, inwieweit Angaben über die Substanzidentität der online angebotenen NPS mit der tatsächlichen und nachgewiesenen Substanzidentität übereinstimmen. Es werden Referenzanalysemethoden entwickelt, validiert und die Substanzen im Ringversuch von den teilnehmenden Laboren analysiert. Außerdem soll durch die Analyse von Heroinproben aus der gesamten EU wird festgestellt werden, inwieweit Fentanyl in den europäischen Heroinmarkt eingedrungen ist.

In Zusammenarbeit mit allen teilnehmenden Drug Checking Organisationen wird eine umfassende Untersuchung ihrer Vorgehensweisen und Analysemethoden durchgeführt, die in einem Bericht mit Empfehlungen und Leitlinien für Regierungen oder Behörden resultieren soll, welche planen Drug Checking zu einzuführen, um die Sicherheit der öffentlichen Gesundheit in Bezug auf Drogen in der EU in Zukunft zu erhöhen.

TEDI (Trans-European Drug Information)Projekt

TEDI ist ein Netzwerk von europäischen Harm-reduction orientierten Drug Checking Einrichtungen, die Ihre Expertise und ihre  Analysendaten im Sinne eines umfassenderen Monitorings austauschen. Dazu wurde eine gemeinsame Datenbank entwickelt, in welcher die Daten geteilt und gespeichert werden und die eine Analyse ermöglicht. Von 2011 bis 2013 wurde das TEDI-Projekt von der Europäischen Kommission gefördert. Dank der Zusammenarbeit mit der EMCDDA (Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht), baut das TEDI-Netzwerk seit 2017 eine neue Datenbank auf. Das Ausmaß in welchem Daten geteilt werden (können), variiert zwischen den beteiligten Organisationen. Publikationen im Zusammenhang mit dem Projekt:

Brunt, T. M., Nagy, C., Bücheli, A., Martins, D., Ugarte, M., Beduwe, C., & Ventura Vilamala, M. (2017). Drug testing in Europe: monitoring results of the Trans European Drug Information (TEDI) project. Drug testing and analysis, 9(2), 188-198.

Giné, C. V., Vilamala, M. V., Measham, F., Brunt, T. M., Bücheli, A., Paulos, C.,  Valente, H., Martins, D., Libois, B., Tögel-Lins, K., Jones, G., Karden, A. & Barrett, M. (2017). The utility of drug checking services as monitoring tools and more: A response to Pirona et al. International Journal of Drug Policy, 45, 46-47.

NEWNet (Nightlife Empowerment and Wellbeing)

NEWNet ist ein Europäisches Netzwerk von Organisationen und NGOs, die in der Gesundheitsförderung, der Prävention und des Nachtlebens agieren, von Fachleuten aus dem Nachtleben, von lokalen Behörden, medizinischem / therapeutischem Fachpersonal und Wissenschaftlern. Das NEW Net entstand aus dem Nightlife Empowerment und Well-being Implementation Project (2011-2013).

http://www.safernightlife.org/

Ost-West – Kooperation

Seit Anfang 2017 besteht eine langfristige Forschungskooperation „Ost-West“ zwischen checkit! und der Drogenarbeit Z6 in Innsbruck. checkit! und Drogenarbeit Z6 bieten analysegestützte Beratung in Ost- bzw. Westösterreich an. Ziel der Kooperation ist es, die Angebotsnutzung und -strukturen basierend auf bisherigen Daten zu erforschen, sich auf nationaler Ebene fachlich auszutauschen, die Qualität zu sichern, die Angebote weiterzuentwickeln und die Vergleichbarkeit der Daten zu erhöhen.

Veröffentlichungen im Rahmen der Kooperation:

1. Trends & Infos 2021: Streckmittel im Kokain; gefälschte XANAX Tabletten

2. Trends & Infos 2020

 

 

 

 

 

 

3. COVID-19- Befragung (2020): Ergebnisse der Befragung

 

 

 

 

 

 

Projekte (abgeschlossene)

EU-Projekt: NEWIP – Nightlife Empowerment & Well-being Implementation Project (2011-2013)
Mehr Infos zu diesem EU-Projekt findest du unter: http://www.safernightlife.org/

EU-Projekt: Democracy, Cities & Drugs I & II (2005-2011)
Mehr Infos zu diesem EU-Projekt findest du unter: http://www.democitydrug.org/

EU-Projekt: Auswirkungen von Pill-Testing-Programmen auf das Konsumverhalten und das Risikobewusstsein von Ecstasy-Konsumierenden
checkit!
 hat 2001/2002 zusammen mit der Drobs Hannover und Jellinek Amsterdam an einer Studie zur Effektivität von sekundärpräventiven Maßnahmen teilgenommen. Die Studie diente der empirischen Überprüfung des drogenpolitischen Ansatzes der Schadensminimierung bzw. Risikosenkung (Risk Reduction) bei der Zielgruppe Konsumierende von synthetischen Drogen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findest du hier.

EU-Projekt: Pill-Testing Interventions in the EU
Im Auftrag der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBBD) erstellte checkit! eine Zusammenstellung aller europäischen Projekte, die Drugchecking und Information anbieten bzw. vorhaben diese Angebote in ihr Programm aufzunehmen. Wir haben zu diesem Zweck einen umfangreichen Fragebogen erstellt und an alle uns bekannten europäischen Organisationen versendet. VertreterInnen dieser Organisationen wurden nach Wien eingeladen und diskutierten Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit. Weitere Informationen findest du hier.

EU-Projekt: SecuCities
Im Herbst 1999 und Frühjahr 2000 hat checkit! am Projekt SecuCities-Drugs mitgewirkt. Im Rahmen dieses EU-Projekts – an dem zehn verschiedene europäische Hauptstädte teilgenommen haben – ging es um einen länderübergreifenden Erfahrungsaustausch: Was können die an Großveranstaltungen (z.B. Raves, Clubs, Loveparade) teilhabenden Verantwortlichen, also VeranstalterInnen, Securities, Drogeninformations-Projekte, Ärzte, SanitäterInnen, Exekutive und andere tun, um eben diese Veranstaltungen für BesucherInnen sicherer zu gestalten. Im Rahmen dieses Projekts fand auch in Wien ein zweitägiges Treffen mit VertreterInnen aus den oben aufgezählten Bereichen statt.

 

 

 

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